die Wilsons - Moritz - Weblog

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Drei Monate...

Am 18. September ist Moritz 3 Monate alt geworden. Und er hat schon so viel gelernt. Und auch wir haben viel gelernt. Viele Leute haben gesagt, es sei sehr anstrengend, ein Baby zu haben. Und einige haben gesagt, so viel ?ndert sich gar nicht. Andere meinten, es ?ndert sich alles. Richtig ist das, was man selbst f?hlt.

Ja, es hat sich vieles ge?ndert. Und ja, es ist anstrengend. Aber es ist auch sehr sch?n. Ein Baby zu haben ist mit nichts vergleichbar.

Ganz pl?tzlich war da ein neuer Mensch Mittelpunkt unseres Lebens. Und er wird es noch eine ganze zeitlang bleiben. Ein Mensch, der vollkommen auf Dich angewiesen ist. Und er will gro? werden. Und er braucht Dich. Jeden Tag. Jede Stunde. Und Du alleine bist f?r ihn verantwortlich. Du bestimmst, wann er was zu essen bekommt (ok, da bestimmt er auch lautstark mit ), wann die Windel gewechselt wird, was er anzieht, sogar ob er sitzt oder liegt.

In den ersten Wochen habe ich eigentlich nur gestillt, Windeln gewechselt und ab und zu W?sche gewaschen. Das wars im Wesentlichen. Manchmal konnte ich etwas essen. Duschen eher selten. Und zum Aufr?umen bin ich kaum noch gekommen. J?rgen hat einen gro?teil der Hausarbeit ?bernommen. Es ist immer noch er, der einkaufen f?hrt. Meistens. Aber mittlerweile habe ich es auch schon geschafft, mal wieder aus dem Haus zu gehen. Also abgesehen von Parties Da darf Moritz n?mlich immer mit. Wir waren schon einkaufen und Verwandte und Freunde besuchen. Das ist zwar noch keine Routine, aber wir arbeiten dran.

Ein gro?es Problem war f?r mich der Schlafentzug. Moritz schl?ft nicht gern. Vor seiner Geburt und auch noch danach meinte jeder "Ach, Babys schlafen ja eh den ganzen Tag". Von wegen. Acht Stunden. Manchmal zehn. Toll, wird man denken. Das reicht mir an Schlaf. Diese Schlafstunden waren aber ?ber den ganzen Tag verteilt. Au?erdem schl?ft man ja nicht immer, wenn das Baby schl?ft. Manchmal muss man ja auch was essen. Und ab und zu mal duschen tut auch ganz gut. In er Zeit, in der Moritz nicht geschlafen hat, hat er geschrien. Das konnte er gut. Kann er immer noch. Es wurde mit der Zeit besser. Nach etwa sechs Wochen. Da war er dann auch mal wach, ohne zu schreien.

Ein gro?es Problem ist, dass jeder alles besser wei?. Egal was es ist. "Du musst das so und so machen und nicht anders". "Lass mich das mal machen, ich kann das." Ob es ums Stillen geht oder ums Einschlafen, schreien lassen oder nicht. Das was Du machst, ist falsch. Ist das nicht unser Kind? Ich freue mich, wenn mir jemand einen Tip gibt. Schlie?lich haben viele Leute schon selbst ihre Erfahrungen gemacht. Ich probiere gerne Dinge aus. Aber am Ende ist es immer noch unser Kind und wir entscheiden, was wir tun.

Im gro?en und Ganzen haben wir uns so langsam aneinander gew?hnt. Man lernt, das Schreien zu unterscheiden. So wei? man, ob er Hunger hat, m?de ist, Bauchweh hat oder ob ihm einfach nur langweilig ist. Meistens jedenfalls. Es wird auch immer wieder R?ckschritte geben. Aber man merkt, dass Moritz ganz langsam gr??er wird und sich von Tag zu Tag mehr an diese Welt gew?hnt. Und das ist doch schon ein Fortschritt.
20.9.04 10:48
 

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